KDE4.DE

KDE4 Info Blog. Zusätzlich werden viele weitere Linux Themen behandelt

Netbook und 4 Distributionen getestet

So nun hatte ich auch mal ein wenig Zeit mich mit verschiedenen Distributionen und deren Netbooktauglichkeit zu beschäftigen.

Installiert und jeweils 2 bis 3 Tage im Test hatte ich folgende Distributionen

  1. OpenSuSE 11
  2. Ubuntu 8.10 (alternate)
  3. Mandriva 2009 One
  4. FluxFlux

Es gab im Vorfeld schon auf diversen Seiten Berichte über die verschiedenen Distributionen und deren Netbooktauglichkeit. Als Testgerät habe ich ein Medion akoya E1210 Revision 2. Installationskriterium war für mich bei jeder Distri, dass ich kein externes optisches Laufwerk habe. Also muss eine Installation über USB Platte oder Stick verlaufen.

1. OpenSuSE

Die gulte alte Susi konnte sehr gut installiert werden, so wie sonst auch. Es fehlten jedoch native Unterstützung für den USB Webcam und die Ralink Wirelesskarte. Auch der Bluetoothdongle machte seine Zicken. Das System hat laut powertop, einem kleinen Tool von Intel, 12,8 Watt bei laufendem WLAN und und Firefox verbraten.

2. Ubuntu 8.10 (alternate)

Die Installation ging vom USB Stick recht flott, KDE4 wurde dann ganz frisch aus dem Netz nach gezogen. Gut bei Ubuntu war, dass der Kernel schon den Patch für den Broadcom Bluetoothdongle mitbringt. Das erspart ein wenig Fummelei. Die USB Webcam ging auch gleich, dank aktuellem UVC Treiber. Wlan verlangte auch hier etwas Handarbeit. Powetop unter KDE4 und Surfen verbrauchte hier 11,7 Watt.

3. Mandriva 2009 one

Bei Mandriva war direkt alles an Board, fast aktuelle KDE4 Version ( 4.1.2 ) und alle nötigen Treiber für WLAN und USB Webcam. Lediglich dem Bluetoothtreiber habe ich in den Systemeinstellungen ein explizietes Reset verpasst, damit er nach dem Start funktioniert. Falls allerdings nicht so gut war, war das Herstellen des Installationsmediums. Den Stick musste ich mit einem Tool von HP unter Windows formatieren und mit dem Labelnamen “MandrivaOne” versehen. Das normale Tool von XP hat es nicht hinbekommen das Label in der Partitionstabelle zu ändern. Das war nötig, da die One (CD) beim booten nach einem Wechseldatenträger mit diesem Namen sucht und das komprimierte LiveImage davon startet. Powetop hat hier 11,9 Watt verbrauch angezeigt.

4. FluxFlux

FluxFlux ist ein Remaster der PCLinuxOS Version. Auch hier waren alle Treiber mit an Board. Lediglich der Bluetoothdongle machte seine Zicken. KDE4 konnte ich auch installieren, jedoch nur eine 4.0 und da fehlten mir dann schon so einige kleine Funktionen. An das Übersetzen aus den Quellen hab ich mich nicht ran getraut, da ich denke, dass der kleine akoya dafür zu schwach auf der Brust ist. FluxFlux hatte aber von allen vier die schnellste Bootzeit, nach 45 Sekunden war das System vollständig gestartet. Powertop hatte hier den besten wert von 10,8 Watt.

Die Installationsmedien habe ich mir mit dem Tool unetbootin gemacht. Damit ist es möglich aus einem ISO Abbild einen startbaren Stick zu Zaubern. Auch für gängige Distributionen kann man damit eine Netzwerkinstallation machen, die Daten werden dann aus dem Internet nachgeladen.

Mein Fazit zum Thema Linux auf dem kleinen Lautet:

Wer es einfach haben will, der nimmt für den MSI Wind / Medion akoya und baugleiche die Mandriva. Dort ist alles mit dabei und recht aktuell. Die Performance ist in Ordnung und man kann vernünftig im Netz Surfen. Auch Videotelefonate mit Skype haben gut und flüssig funktioniert.

Bei der OpenSuSE und Ubuntu musste zu viel Hand angelegt werden. Neben den Treibern war es auch notwendig Schriftarten und deren Größe einzustellen, denn manchmal waren die 1024×600 einfach zu klein ;-)

Also dann viel Spaß

akoya e1210 und der Medion Bluetooth Dongle

Heute habe ich mich mal um den Bluetooth Dongle bemüht. Irgendwie hat es nicht funktioniert einen Scan der verfügbaren Geräte zu machen. Laut lsusb wurde er als Adapter für Maus und Tastatur erkannt :-( . Hersteller des Chips ist Broadcom. Das Modell ist 2046. Mit den Infos und etwas zeit bei Google bin ich dann im Bugtracker von Ubuntu fündig geworden, dass es wohl mit dem Dongle ein Problem gibt und einen Patch der in der 8.10er Version schon enthalten ist.

Dem Dongle fehlt nach dem Start ein explizietes “RESET” Kommando.

Also hab ich das mal als root User versucht und siehe da es hat geklappt. Wer also nichts mit Kernelpatches am Hut hat kann sich mit folgendem Kommando behelfen:

  • hciconfig hciX reset

wobei X die Nummer des Dongles ist, war in meinem Fall die 0.

Eventuell hilft es ja dem ein oder anderen.

Viel Spaß damit

Netbook Preiskampf, die ganze Wahrheit

Ich konnte einfach nicht die Finger davon lassen. Medion akoya E1210 für 369 Euro. Dazu liegt ein Bluetoothstick und eine Tasche. Beide kosten im Medion Zubehör saftige 15 Euro, also ist das Netbook für knapp 339 Euro zu haben. Wer einen guten Rechtsanwalt kennt und keine Lust auf die XP Lizenz hat, kann ja mal die Lizenzbestimmungen beim ersten Start ablehnen. Normalerweise müssten einem dann die Lizenzgebühren erstattet werden.

Ubuntu hab ich mit der “alternate” Version und einem USB Strick neben dem Windows installiert. WLAN und Webcam ließen sich mit aktuellen Treibern versorgen, da diese nicht im aktuellen Kernel enthalten sind.

Solltet ihr Interesse an einem ausfühlichen Test des Netbooks unter Linux haben, schreibt einen passenden Kommentar, dann schau ich was ich testen kann :-) .

Ich habe bei der Ubuntu Installation einfach noch ein apt-get install kde-desktop als root User eingegeben. Und auch KDE4.1 läuft zügig auf dem Kleinen.

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